• Mit Sicherheit am Wasser

    Wasserwacht Bayern

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Jahresbericht 2020

Wir blicken auf eine besondere Badesaison 2020 zurück. Die Corona Pandemie sorgte für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte vom 16. Mai bis 13. September 2020 für hohe Einsatzzahlen und besondere Wach- und Einsatzbedingungen.

Besondere Lage – Besondere Vorkehrungen

Durch des neuartigen Corona Virus SARS-COV-2 war zu Beginn der Wachsaison 2020 noch nicht klar, ob die Wasserwacht ihren regulären Wachdienst überhaupt antreten kann. Die Schnelleinsatzgruppen waren dagegen zu jeder Zeit einsatzbereit und konnten durch die integrierte Leitstelle der Feuerwehr alarmiert werden.

Der Krisenstab des BRK entschied unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Entwicklungen, dass die Wasserwacht den Dienst unter besonderen Hygienevorkehrungen, angepassten Einsatzabläufen sowie strengen Hygieneregeln durchführen kann.

So startete für uns am 15. Mai 2020 die Wachsaison unter besonderen Bedingungen. Zur Umsetzung der festgelegten Hygienemaßnahmen wurden wir mit ausreichend Hygienematerial beliefert.

Während der Wachdienste bestand für die Einsatzkräfte eine Maskenpflicht zum Eigen- und Fremdschutz. An den heißen Sommertagen war dies eine zusätzliche Belastung zur regulären Dienstkleidung die aus langer Hose, festes Schuhwerk einem Poloshirt und einer Einsatzjacke besteht.

Die Versorgung von hilfeersuchenden Badegästen änderte sich aufgrund der Corona Pandemie deutlich. Wir mussten die Patienten auf eine mögliche SARS-COV-2 Erkrankung befragen. Ausserdem wurde bei ihnen vor Betreten des Behandlungsraumes die Körpertemperatur gemessen.

Wenn kein Verdacht auf eine SARS-COV-2 Erkrankung bestand, erhielt der Patient eine Mund-Nasen-Maske. Erst dann Versorgten wir diesen im Behandlungsraum.

Während der Saison 2020 hatten wir keinen erkennbaren SARS-COV-2 infizierten Patienten an unserer Wachstation.

Mehr Badegäste – Mehr Einsätze

Aufgrund der Reisewarnungen verbrachten viele Münchnerinnen und Münchner ihren Urlaub zuhause. Dies bekamen unsere Einsatzkräfte an den Wochenenden zu spüren. Durch die deutlich gestiegenen Besucherzahlen am Riemer See und des angrenzenden Parks stiegen auch die Einsatzzahlen.

17.05.2020 | Vermisste Kinder am Riemer See


Einsatzbericht

27.06.2020 | Vermisstes Kind


Einsatzbericht

05.07.2020 | Lebensrettung nach Badeunfall


Einsatzbericht

19.07.2020 | Versorgung nach beinahe Ertrinken


Einsatzbericht

09.08.2020 | Person in Wassernot


Einsatzbericht

Zahlen und Fakten

Insgesamt war die Wachstation durch ehrenamtliche Einsatzkräfte an 52 Tagen besetzt. Sie leisteten so rund 2469 ehrenamtlich unentgeltliche Wachstunden und sorgten für die Sicherheit am Wasser.

In dieser Zeit leisteten sie circa 90 mal Erste-Hilfe, wovon 6 Patienten zur Weiterbehandlung mit dem Rettungsdienst in eine Münchner Klinik transportiert werden mussten.

Weitere Ereignisse und Meldungen

Vandalismus am Riemer See

Die Björn-Steiger-Stiftung stellt unentgeltlich Notrufsäulen am Riemer See zur Verfügung. Durch Vandalismus werden diese regelmäßig mutwillig zerstört. Im Notfall ist eine schnelle Alarmierung von Einsatzkräften dadurch nicht mehr gewährleistet.

Zudem werden immer wieder Rettungsringe entwendet, die um den See herum bereit stehen. Diese sind zur Menschenrettung im Wasser notwendig. Immer wieder müssen diese durch uns gesucht oder neu beschafft werden.

Riemer See wird zum Party- und Müll-HotSpot

Begünstigt durch die Corona bedingte Schließung von Bars und Discotheken suchten vermehrt Feierwütige den Riemer See und Park auf. In den späten Abend und Nachtstunden wurde aus dem Buga Gelände eine Partymeile. Trotz zusätzlicher Rundgänge der Einsatzkräfte zum beseitigen von gefährlichen Gegenständen, führten vor allem gebrochene Bierflaschen zu teils schweren Verletzungen am und im Wasser bei den Badegästen. Leider war die Zahl der zu versorgenden Kinder durch Schnittverletzungen in diesem Jahr besonders hoch.

Die Polizei zeigte im Verlauf, ausgelöst durch die Berichterstattung der Medien sowie Beschwerden der naheliegenden Anwohner deutlich mehr Präsenz. Dies führte aus Sicht der Wasserwacht zu einer deutlichen Besserung der Situation.

Bezüglich des Müllaufkommens wurde der Vorstand zu einer Seebegehung mit dem Bezirksausschuss Trudering-Riem und der Stadtverwaltung eingeladen. Lesen sie hier mehr zum Thema: Hallo München – Bezirksausschuss und Stadtverwaltung am Riemer See

Aufräumaktion „Rama dama“

Die Aufräumaktion „Rama dama“ wird zwei mal im Jahr durch die Wasserwacht organisiert und durchgeführt. Ziel dabei ist es, vor allem offensichtliche Gefahren am und im Wasser zu beseitigen. Hierzu zählen Glasscherben, Glasflaschen, Einkaufswägen, Bierkästen, Fahrräder und vieles mehr, was nicht an einen See gehört.

Am 01.08. wurden wir dabei von freiwilligen Helfern aus der Bevölkerung unterstützt, bei denen wir uns recht herzlich bedanken wollen. Aufgrund des hohen Besucheraufkommens war es der Wachmannschaft nur für kurze Zeit möglich, gesundheitsgefährdenden Unrat zu entfernen. Trotz der regelmäßigen Aufräumarbeiten durch die Stadt, wurden wir am, im und unter Wasser schnell fündig.

Wasserwacht-Jugend

Leider waren auch unsere Jugendstunden Corona-Pandemie bedingt lange nicht möglich. Nach Lockerung der gesetzlichen Vorgaben durften wir die Jugend endlich wieder begrüßen. Vorerst beschränkten sich die Jugendstunden auf theoretische Unterrichte sowie kleinere Praxistätigkeiten wie zum Beispiel die Wundversorgung. Der größte Wunsch der Kids war und ist es, endlich wieder Schwimmtrainigs zu haben. Wir hoffen, diesen Wunsch in der kommenden Saison nachkommen zu können.

#wawamucriem

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Quellenangaben

Einsatzdaten: internes elektronisches Wachbuch

Bilder: ©Wasserwacht München-Riem

Einsatzbericht, Jahresbericht, Pressemitteilung

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